Ob ein Imagefilm gut wird, steht zu einem großen Teil fest, bevor die Kamera läuft. Die kurze Antwort: Ein Imagefilm entsteht in fünf Phasen: Ziel und Zielgruppe, Drehbuch, Dreh, Schnitt und Veröffentlichung. Jede Phase baut auf der vorherigen auf. In diesem Beitrag erklären wir, was in jeder Phase passiert und was Sie als Unternehmen vorbereiten sollten.
Der Weg von der Idee bis zur Veröffentlichung
Bei einer Videoproduktion denken die meisten zuerst an den „Drehtag“. Dabei ist der Dreh nur eine von fünf Phasen. Ein großer Teil der Arbeit steckt in der Vorbereitung davor und im Schnitt danach.
1. Ziel und Zielgruppe
Die erste Frage lautet nicht „Was für ein Video wollen wir?“, sondern „Wozu soll dieses Video dienen?“. Möchten Sie sich jemandem vorstellen, der zum ersten Mal von Ihrem Unternehmen hört? Möchten Sie zeigen, wie ein Produkt funktioniert? Soll das Video auf einer Messe auf dem Bildschirm laufen? Lässt sich das Ziel in einem Satz aufschreiben, ist es klar.
Die zweite Frage gilt dem Publikum: Endkunde, Einkaufsleiter oder potenzieller Händler? Die Antwort bestimmt Länge und Tonalität des Videos und auch, was gezeigt wird und was draußen bleibt. Alles in ein einziges Video packen zu wollen, ist der Fehler, den wir am häufigsten sehen.
2. Drehbuch
Das Drehbuch ist das Video auf dem Papier. Welche Szene kommt in welcher Reihenfolge, was ist im Bild zu sehen, was sagt die Sprecherstimme, welcher Text wird eingeblendet? Die Eröffnungsszene ist besonders wichtig: Dort entscheidet der Zuschauer, ob er weiterschaut. Sobald das Drehbuch freigegeben ist, entsteht der Drehplan:
- Die Drehorte und die Reihenfolge der Szenen.
- Die Personen vor der Kamera und ihre Sprechtexte.
- Die Produkte, Maschinen oder Abläufe, die gezeigt werden.
- Drehtag und Uhrzeiten; bei Außenaufnahmen ein Ersatztermin.
Auf dem Papier lässt sich leicht etwas ändern, nach dem Dreh nur schwer. Deshalb sammeln wir Einwände und Ergänzungen in dieser Phase.
3. Dreh
Am Drehtag wird der Plan umgesetzt. Auch das Unternehmen hat etwas vorzubereiten: Die Räume sind aufgeräumt, die Produktionslinie läuft, und die Personen vor der Kamera wissen vorab Bescheid. Der Ton ist ebenso wichtig wie das Bild; in Szenen mit Interviews und gesprochenem Text wird er separat aufgenommen. Wie lange der Dreh dauert, hängt von der Zahl der Szenen und den Drehorten ab; wir teilen den Plan vorab mit Ihnen, damit Ihr Betrieb an diesem Tag nicht mehr als nötig gestört wird.
Wenn die Dimension einer Anlage sichtbar werden soll, ergänzen Luftaufnahmen den Dreh. Ist ein Produkt zu groß, um gefilmt zu werden, oder soll sein Innenleben gezeigt werden, kommen Animationsszenen ins Spiel.
4. Schnitt
Im Schnitt werden die besten Aufnahmen ausgewählt, in die Reihenfolge des Drehbuchs gebracht und alles Überflüssige entfernt. Schnitt heißt auch auswählen: Eine Szene, die gut gedreht ist, aber dem Ziel nicht dient, kommt nicht ins Video. Die Farben werden korrigiert, Musik und Sprachaufnahme hinzugefügt, Logo und Texte eingesetzt. In Social Media werden Videos meist ohne Ton angesehen; deshalb erstellen wir Untertitel.
Die erste Schnittfassung geht an Sie. Es beschleunigt die Arbeit, wenn wir Ihre Korrekturen gesammelt statt einzeln erhalten. Danach wird das Video fertiggestellt.
5. Veröffentlichung und Versionen für verschiedene Kanäle
Eine einzige Datei passt nicht überallhin. Website und YouTube verlangen ein Video im Querformat. Im Instagram-Feed nimmt ein quadratisches oder fast hochformatiges Video mehr Platz ein. Reels und Stories laufen komplett im Hochformat. Auch die Länge variiert: Neben der langen Version auf der Website entstehen kurze Schnittfassungen für Social Media.
Werden die Versionen von Anfang an eingeplant, wird der Bildausschnitt schon beim Dreh entsprechend gewählt. Wer eine im Querformat gedrehte Szene nachträglich ins Hochformat bringt, schneidet dabei oft etwas Wichtiges ab.
Veröffentlichen heißt nicht, das Video einmal zu teilen und es dabei zu belassen. Das Video wird auf der passenden Seite der Website eingebunden, in Social Media in Ausschnitten verwendet und in Präsentationen und auf Messen gezeigt. Für die Website entsteht zusätzlich eine Version in passender Dateigröße, damit die Seite nicht langsamer wird.
Was sollte das Unternehmen vorbereiten?
Ein paar Dinge beschleunigen den Ablauf:
- Eine einzige Person, die entscheidet. Kommen Freigaben einzeln von verschiedenen Personen, zieht sich der Schnitt in die Länge.
- Eine kurze Liste dessen, was im Video unbedingt vorkommen muss. Drei bis vier Punkte genügen.
- Einige Beispielvideos, die Ihnen gefallen. Sie beschreiben Ton und Tempo genauer als Worte.
- Logodateien und, falls vorhanden, der Styleguide. Schriften und Farben werden im Schnitt danach gewählt.
Kurz gesagt
Ein guter Imagefilm beginnt mit dem Ziel, nimmt im Drehbuch Gestalt an, wird beim Dreh zum Bild, findet im Schnitt seine Form und geht in den richtigen Versionen online. Die Zeit, die Sie in die ersten beiden Phasen stecken, holen Sie in den drei folgenden wieder herein.
Bei 360DSGN produzieren wir Imagefilme vom Drehbuch bis zur Veröffentlichung aus einer Hand. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite Imagefilm, oder Sie nehmen Kontakt mit uns auf.

