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15 Jahre

Wie plant man Luftaufnahmen mit der Drohne?

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Die vier Schritte bei der Planung von Drohnenaufnahmen

Luftaufnahmen zeigen, was sich vom Boden aus nicht zeigen lässt: die Größe einer Anlage, die Lage eines Grundstücks, den Andrang bei einer Veranstaltung. Die kurze Antwort lautet: Gute Luftaufnahmen entscheiden sich nicht im Flug, sondern in der Planung davor; Ziel, Uhrzeit, Wetter und Shotlist werden vorab geklärt. In diesem Beitrag erklären wir, für welche Unternehmen sich Luftaufnahmen eignen, wie die Planung abläuft und was Sie nach dem Dreh in den Händen halten.

Für welche Unternehmen eignen sich Luftaufnahmen?

Luftbilder zahlen sich überall dort aus, wo Größe, Lage oder Umgebung ein Verkaufsargument sind:

  • Hotels und Ferienanlagen: Die Nähe zu Meer, See oder Wald ist in einem einzigen Bild zu sehen.
  • Bau- und Immobilienprojekte: Der Baufortschritt wird in festen Abständen vom selben Punkt aus festgehalten und Investoren wie Käufern gezeigt.
  • Fabriken und Produktionsstätten: Hallen, Gelände und Versandabläufe sind gemeinsam zu sehen. Für den Imagefilm ist das eine starke Eröffnungsszene.
  • Veranstaltungen: Eröffnung, Festival, Sportevent. Wie viele Menschen da sind, zeigt ein Bild vom Boden nicht.
  • Immobilien und Grundstücke: Lage der Parzelle, Entfernung zu Straße und Zentrum, Bebauung in der Umgebung.

Luftaufnahmen stehen meist nicht für sich allein; zusammen mit Szenen vom Boden werden sie Teil eines Imagefilms. Wenn Sie dagegen durch Innenräume führen möchten, ist ein 360°-Rundgang das passendere Mittel.

Wie plant man Luftaufnahmen?

Wir bauen die Planung auf vier Fragen auf. Sie werden der Reihe nach beantwortet, denn jede Antwort grenzt die nächste ein.

Die vier Schritte der Planung von Luftaufnahmen: Ziel, Uhrzeit und Licht, Wetter, Shotlist
Der Drehplan entsteht in vier Schritten; auch das Fluggebiet wird vorab geprüft.

1. Ziel

Die erste Frage lautet: Wo werden die Aufnahmen eingesetzt? Das Startvideo einer Website, ein kurzes Hochformatvideo für Social Media und ein Foto für den Katalog verlangen jeweils andere Aufnahmen. Steht das Ziel fest, ergeben sich auch Länge, Bildausschnitt und Art der Bewegung.

Geht es bei einem Bauprojekt darum, den Fortschritt zu dokumentieren, braucht es wiederholbare Bilder vom selben Punkt und aus demselben Winkel. Geht es bei einem Hotel um die Präsentation, stehen langsame, fließende Bewegungen im Vordergrund, die die Anlage mitsamt ihrer Umgebung zeigen.

2. Uhrzeit und Licht

Dasselbe Gebäude sieht morgens, mittags und abends dreimal anders aus. Steht die Sonne tief, ist das Licht weich, die Schatten werden lang und Baukörper gewinnen an Tiefe. Mittags kommt das Licht von oben; die Schatten sind kurz und hart, Flächen wirken flach. Die Uhrzeit wählen wir danach, in welche Richtung die Hauptfassade zeigt.

Drei Sonnenstände im Tagesverlauf: weiches Licht am Morgen und am Abend, harte Schatten am Mittag; in der Mitte das Gebäude, darüber die Drohne
Morgen- und Abendlicht geben dem Gebäude Tiefe; Mittagslicht lässt Flächen flach wirken.

3. Wetter

Wind, Niederschlag und Nebel wirken sich unmittelbar auf den Dreh aus. Geplant wird nach dem Wetter; deshalb halten wir im Kalender einen Ausweichtag frei. Passt das Wetter nicht, wird der Dreh verschoben. Ein bedeckter, aber ruhiger Tag ist dagegen besser als sein Ruf: Das Licht verteilt sich gleichmäßig, harte Schatten entstehen nicht.

4. Shotlist

Vor Ort zu improvisieren kostet Zeit. Vor dem Dreh schreiben wir auf, welche Einstellungen wir brauchen:

  • Gesamtansicht: die gesamte Anlage mit ihrer Umgebung.
  • Anflug: eine langsame Bewegung aus der Ferne auf das Gebäude zu.
  • Draufsicht: der senkrechte Blick, der die Anordnung zeigt.
  • Umkreisung: eine Runde, die alle Fassaden des Gebäudes zeigt.
  • Details: markante Punkte wie Eingang, Dach, Pool oder Außengelände.

Prüfung des Fluggebiets

Das Fluggebiet wird vorab geprüft. Wir klären, ob dort gedreht werden kann, und achten auf umliegende Gebäude, Stromleitungen, Bäume und darauf, ob es einen sicheren Startplatz gibt. Eignet sich das Gebiet nicht, sagen wir das in der Planung und nicht erst am Drehtag.

Was sollte das Unternehmen vorbereiten?

Aus der Luft ist alles zu sehen: ein unaufgeräumter Lagerplatz, eine halbfertige Außenanlage, die Autos auf dem Parkplatz. Wird das Gelände vor dem Dreh aufgeräumt und werden Schilder und Beleuchtung überprüft, verändert das das Ergebnis spürbar. Sagen Sie uns außerdem vorab, welche Bereiche nicht im Bild erscheinen sollen; wir richten den Bildausschnitt danach aus.

Was erhalten Sie nach dem Dreh?

Was geliefert wird, besprechen wir zu Beginn, denn danach richtet sich die Shotlist. In den meisten Projekten erhalten Sie:

  • Ein kurzes, fertig geschnittenes Video; bei Bedarf auch als Hochformatversion für Social Media.
  • Farbkorrigierte Luftbilder.
  • Eine Version des Videos in einer Dateigröße, die auf der Website schnell lädt.

Auch hier hilft es, von Anfang an zu wissen, wo Sie die Aufnahmen einsetzen. Aus einem einzigen Dreh lassen sich eigene Versionen für Website, Social Media und Präsentation gewinnen, sofern der Bildausschnitt darauf ausgelegt ist.

Kurz gesagt

Über die Qualität von Luftaufnahmen entscheiden die Fragen, die vor dem Dreh geklärt werden: Wo werden die Aufnahmen eingesetzt, zu welcher Uhrzeit wird gedreht, passt das Wetter, welche Einstellungen werden gebraucht? Sind diese vier Fragen beantwortet, verläuft der Drehtag kurz und effizient.

Bei 360DSGN begleiten wir Luftaufnahmen von der Planung bis zum Schnitt. Einzelheiten finden Sie auf unserer Seite Luftaufnahmen, oder Sie nehmen Kontakt mit uns auf.