Wie funktionieren Suchmaschinen? Ein Überblick
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Suchmaschinen durchsuchen mithilfe von Webcrawlern Milliarden von Seiten. Diese Crawler, auch Spider oder Bots genannt, bewegen sich durch das Web und folgen Links, um neue Seiten zu finden. Die gefundenen Seiten werden anschließend in einen Index aufgenommen, aus dem die Suchmaschinen ihre Ergebnisse beziehen.
Wenn Sie SEO betreiben, sollten Sie unbedingt verstehen, wie Suchmaschinen arbeiten. Schließlich lässt sich kaum etwas optimieren, dessen Funktionsweise man nicht kennt.
Genau das erfahren Sie in diesem Leitfaden.
Grundlagen der Suchmaschinen
Sehen wir uns zunächst an, was Suchmaschinen sind, warum es sie gibt und wie sie Geld verdienen.
Was sind Suchmaschinen?
Suchmaschinen sind durchsuchbare Datenbanken für Webinhalte. Sie bestehen aus zwei Hauptteilen:
- Suchindex: eine Art digitale Bibliothek mit Informationen über Webseiten.
- Suchalgorithmen: Computerprogramme, deren Aufgabe es ist, passende Ergebnisse aus dem Suchindex zu liefern.
Welches Ziel verfolgen Suchmaschinen?
Jede Suchmaschine will ihren Nutzern die besten und relevantesten Ergebnisse liefern. Auch auf diese Weise gewinnt sie Marktanteile.
Wie verdienen Suchmaschinen Geld?
Suchmaschinen zeigen zwei Arten von Suchergebnissen:
- Organische Ergebnisse aus dem Suchindex: Einen Platz hier können Sie nicht kaufen.
- Bezahlte Ergebnisse von Werbetreibenden: Für einen Platz hier können Sie bezahlen.
Jedes Mal, wenn jemand auf ein bezahltes Suchergebnis klickt, zahlt der Werbetreibende an die Suchmaschine. Dieses Modell heißt Pay-per-Click (PPC), und deshalb ist der Marktanteil so wichtig: Mehr Nutzer bedeuten mehr Klicks auf Anzeigen und mehr Umsatz.
Wie bauen Suchmaschinen ihren Index auf?
Jede Suchmaschine hat ihr eigenes Verfahren, um einen Suchindex aufzubauen. Im Folgenden sehen Sie eine vereinfachte Darstellung des Ablaufs bei Google.
Im Einzelnen:
URLs
Alles beginnt mit einer Liste bekannter URLs. Google entdeckt sie auf vielen Wegen; die drei häufigsten sind:
- Backlinks: Google verfügt über einen Index aus Hunderten Milliarden Webseiten. Verlinkt jemand von einer bekannten Seite auf eine neue, kann Google die neue Seite darüber finden.
- Sitemaps: Über eine Sitemap teilen Sie Google mit, welche Seiten und Dateien Ihrer Website Sie für wichtig halten.
- URL-Einreichungen: In der Google Search Console können Websitebetreiber das Crawling einzelner URLs anfordern.
Crawling
Beim Crawling besucht ein Computerbot, der Crawler oder Spider, die bekannten URLs und lädt sie herunter. Der Crawler von Google heißt Googlebot.
Verarbeitung und Rendering
Bei der Verarbeitung versucht Google, die wichtigen Informationen der gecrawlten Seiten zu verstehen und herauszuziehen. Dazu muss die Seite gerendert werden: Google führt ihren Code aus, um zu erkennen, wie sie für Nutzer aussieht. Außerhalb von Google kennt niemand jedes Detail dieses Vorgangs. Das ist aber auch nicht nötig. Wirklich wissen müssen wir nur, dass dabei Links extrahiert und Inhalte für die Indexierung gespeichert werden.
Index (Indexierung)
Bei der Indexierung werden die verarbeiteten Informationen der gecrawlten Seiten in den Suchindex aufgenommen. Der Suchindex ist das, was Sie durchsuchen, wenn Sie eine Suchmaschine nutzen. Deshalb ist es so wichtig, bei großen Suchmaschinen wie Google und Bing indexiert zu sein: Wer nicht im Index steht, wird von Nutzern nicht gefunden. Wussten Sie schon? Laut Erhebungen vom Januar 2023 hält Google 91,43 % des Suchmaschinenmarkts. Weil die meisten Menschen Google nutzen, kann es Ihnen mehr Traffic bringen als andere Suchmaschinen.
Wie und wonach ordnen Suchmaschinen Seiten?
Inhalte zu entdecken, zu crawlen und zu indexieren ist nur der erste Teil des Puzzles. Suchmaschinen brauchen außerdem ein Verfahren, um die passenden Ergebnisse in eine Reihenfolge zu bringen, sobald ein Nutzer eine Suche startet. Das ist die Aufgabe der Suchalgorithmen.
Was sind Suchalgorithmen?
Suchalgorithmen sind Formeln, die relevante Ergebnisse aus dem Index auswählen und in eine Rangfolge bringen. Google berücksichtigt in seinen Algorithmen viele Faktoren.
Die wichtigsten Google-Rankingfaktoren
Niemand kennt sämtliche Rankingfaktoren von Google, denn Google legt sie nicht offen. Einige wichtige kennen wir aber. Sehen wir uns ein paar davon an.
Backlinks
Backlinks sind Links, die von einer Seite einer Website auf eine andere Seite verweisen. Sie gehören zu den stärksten Rankingfaktoren von Google. Vermutlich deshalb zeigte sich in einer Untersuchung von mehr als einer Milliarde Seiten ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Zahl der verweisenden Domains und dem organischen Traffic.
Es kommt allerdings nicht nur auf die Menge an. Auch die Qualität zählt. Seiten mit wenigen hochwertigen Backlinks schneiden in der Regel besser ab als Seiten mit vielen minderwertigen.
Relevanz
Relevanz beschreibt, wie nützlich ein bestimmtes Ergebnis für den Suchenden ist. Google ermittelt das auf viele Arten. Auf der einfachsten Ebene sucht es nach Seiten, die dieselben Keywords enthalten wie die Suchanfrage. Darüber hinaus wertet es Interaktionsdaten aus, um zu sehen, ob andere das Ergebnis hilfreich fanden.
Aktualität
Aktualität ist ein Rankingfaktor, der von der Suchanfrage abhängt. Bei Suchen, die neue Ergebnisse verlangen, wiegt sie schwerer. Deshalb sehen Sie zum Beispiel für „Webdesign Sakarya“ ganz oben ein erst kürzlich veröffentlichtes Ergebnis.
Ladegeschwindigkeit
Die Ladegeschwindigkeit ist auf dem Desktop wie auf Mobilgeräten ein Rankingfaktor. Sie wirkt allerdings eher negativ als positiv: Sie benachteiligt die langsamsten Seiten stärker, als sie blitzschnelle Seiten belohnt.
Mobilfreundlichkeit
Seit Google 2019 auf die Mobile-First-Indexierung umgestellt hat, ist Mobilfreundlichkeit ein Rankingfaktor für die mobile wie für die Desktop-Suche.
Wie personalisieren Suchmaschinen die Ergebnisse?
Google passt die Suchergebnisse an jeden einzelnen Nutzer an. Dafür verwendet es Informationen wie Ihren Standort, Ihre Sprache und Ihren Suchverlauf. Sehen wir uns das genauer an.
Standort
Google nutzt Ihren Standort, um die Ergebnisse von Suchanfragen mit lokalem Bezug zu personalisieren. Deshalb stammen bei der Suche nach „Webdesign-Agenturen“ alle Ergebnisse vorrangig von Agenturen aus Ihrer Region. Google weiß, dass Sie Ihre Website kaum in Japan in Auftrag geben würden.
Sprache
Google weiß, dass es wenig Sinn ergibt, spanischen Nutzern türkische Ergebnisse anzuzeigen. Deshalb bevorzugt es für Nutzer anderer Sprachen die jeweils lokalisierte Fassung eines Inhalts, sofern es eine gibt.
Suchverlauf
Google speichert, was Sie tun und welche Orte Sie besuchen, um Ihnen ein stärker personalisiertes Sucherlebnis zu bieten. Das lässt sich abschalten, die meisten Menschen tun es aber vermutlich nicht.
Was haben wir über die Funktionsweise von Suchmaschinen gelernt?
- Eine Suchmaschine besteht aus zwei Hauptteilen: dem Index und den Algorithmen.
- Um ihren Index aufzubauen, crawlt sie bekannte Seiten und folgt Links, um neue zu finden.
- Suchalgorithmen sollen die besten und relevantesten Ergebnisse liefern.
- Die Qualität der Suchergebnisse ist entscheidend für den Marktanteil.
- Niemand kennt alle Faktoren, nach denen Google organische Ergebnisse ordnet.
- Zu den wichtigsten Rankingfaktoren gehören Backlinks, Relevanz und Aktualität.
- Google personalisiert seine Ergebnisse nach Ihrem Standort, Ihrer Sprache und Ihrem Suchverlauf.

